Donnerstag, 26. Mai 2011

Supertaifun SONGDA nimmt Kurs auf Japan

Die diesjährige Tropensturm-Saison im Westpazifik hat gleich mit einem Supertaifun begonnen. Das Zentrum des Sturms namens SONGDA befindet sich derzeit ca. 180 km vor der Ostküste der nördlichen Philippinen. Die Wolken des Taifuns bedecken aber einen Großteil der Inseln, wie dieses Satellitenbild zeigt (auf das Bild klicken für eine große Version):


SONGDA hat bereits seinen Entwicklungshöhepunkt erreicht. Derzeit hat der Taifun ein Auge von etwa 20 km Durchmesser, die maximalen Windböen werden mit 310 km/h angegeben. Dies entspricht einem Tropensturm der höchsten Kategorie 5. Der folgenden Satellitenfilm zeigt die Entwicklung des Sturms im Zeitraum 24. bis 25.05.2011 (Quelle: MeteoGroup YouTube Channel):



Der weitere Kurs führt den Sturm nun in Richtung Japan. Am Samstag Abend (Ortszeit) soll der Sturm direkt über die Okinawa-Inseln ziehen, sich jedoch dann bereits abgeschwächt haben, es werden aber immer noch Windgeschwindigkeiten über 170 km/h erwartet.

Sonntag, 13. Februar 2011

Zyklon BINGIZA bedroht Madagaskar

Unmittelbar vor Madasgaskar befindet sich derzeit der starke Zyklon BINGIZA, der in den nächsten Tagen vor allem im Norden der afrikanischen Insel für Unwetter sorgen wird (Wetter24.de berichtete bereits).


Dieses Satellitenbild zeigt den Sturm am Abend des 13.02.2011. Das Zentrum von BINGIZA befand sich hier etwa 140 km vor der Küste Madagaskars, es ist auch ein Auge von knapp 20 km Durchmesser zu erkennen. Der Sturm wütete dabei mit extremen Orkanböen bis 230 km/h. Die Wolkenbänder von BINGIZA reichen bereits bis zur Westküste der Insel, die Ost-West-Ausdehnung des Sturms beträgt über 1200 km.

In den nächsten Tagen wird BINGIZA über die Nordhälfte von Madagaskar ziehen und dort für heftige Unwetter sorgen, insbesondere die ergiebigen Regenfälle werden den Bewohner zu schaffen machen.

Sonntag, 30. Januar 2011

Australien: Zyklone ANTHONY und YASI bringen viel Regen

La Nina sorgt weiter für hohe Wassertemperaturen östlich von Australien, beste Voraussetzung für die Entstehung weiterer Zyklone. Auf VANIA und WILMA folgen jetzt die Zyklone ANTHONY und YASI.

Das folgende Satellitenbild vom 31. Januar 2010 mittags (Orstzeit) zeigt ANTHONY nach seinem Landgang über Queensland (Zugbahn in grün) etwa 200 km nordwestlich von Emerald und den deutlich größeren Zyklon YASI, der sich noch etwa 1.600 km von Australien entfernt südöstlich der Salomon-Inseln befindet (Zugbahn in rot) (für eine größere Version auf das Bild klicken):


ANTHONY hatte sich bereits vor mehr als einer Woche am 23. Januar vor der Küste Queenslands gebildet und war dann zunächst nach Osten auf den Pazifik gezogen. Am 25. Januar machte er dann eine Kehrtwende von rund 180 Grad und zog zurück in Richtung Queensland. Dabei schwächte er sich deutlich ab, konnte sich aber kurz vor Landgang wieder etwas verstärken.

ANTHONY ist ein recht kleiner Sturm mit einem Durchmesser unter 400 km. Die maximale Windböen lagen auch nur bei 93 km/h. Ein ganz anders Kaliber ist dagegen der Zyklon YASI, der sich nun ebenfalls in Richtung Queensland in Bewegung gesetzt hat.

YASI hat derzeit einen Durchmesser von etwa 1.200 km und ist damit drei mal so groß wie ANTHONY. Nach den neusten Vorhersagen soll YASI am 3. Februar in Queensland ankommen. Der Zyklon könnte dann mit Orkanböen über 200 km/h auf die Küste treffen. Neben den Orkanböen werden aber vor allem die Regenmengen ein Problem darstellen. Aufgrund der Größe des Sturms ist zu befürchten, dass es erneut zu größeren Überschwemmungen in Queensland kommen wird.